Neue Wege in ein „unvermülltes“ Quartier
Im Zentrum unseres geplanten Projektes steht der Umgang mit Müll im öffentlichen Raum.

Warum scheint ein solches Projekt nötig?

Es drängt sich der Eindruck auf, dass eine größer werdende Anzahl von Menschen nach dem Motto lebt „irgendjemand räumt meinen Müll schon weg“. Schlimmer noch, es scheint als herrsche absolute Gedankenlosigkeit beim Umgang mit dem eigenen Müll. Auch für die Hinterlassenschaften des eigenen Haustiers wird beim „Gassigehen“ oft keine Verantwortung übernommen. Selbst Abfall der für andere gefährlich werden kann, wie benutzte Spritzen oder anderer Müll durch Drogen-konsum findet sich regelmäßig in allen Bereichen unseres Viertels. Von Sperrmüll jeglicher Art mal ganz abgesehen. Auf diese Art muss ein Viertel schleichend verwahrlosen, denn da wo Schmutz und Abfall herumliegt kommt erfahrungsgemäß immer mehr dazu.
Ein Denken welches ein solches Verhalten möglich macht gilt es zu ändern. Andernfalls müssten die Reinigungsrhythmen des Umweltbetriebes ständig erhöht werden. Nur so könnten die Verantwortlichen ihrem Auftrag, die Stadt angemessen sauber zu halten, entsprechen. Es liegt auf der Hand, dass dazu die Kapazitäten und die Finanzmittel fehlen. Auch darum erfordern veränderte gesellschaftlichen Bedingen ein angepasstes Handeln.
Genau darum wollen wir in einem ersten Schritt einen Workshop organisieren. Einen Workshop der zum Inhalt hat Ideen zu formulieren, die die Menschen dazu bringt ihr „Müllverhalten“ zu überdenken. Diese Ideen müssen an die veränderten gesellschaftlichen Bedingungen angepasst sein. Das kann nur heißen hinschauen, was in unserem Viertel täglich passiert, um daraus Handlungskonzepte ableiten. Handlungskonzepte die mehr beinhalten müssen, als hinter den Menschen aufzuräumen.
Unser Ziel ist es natürlich die Vermüllung/Verwahrlosung unseres Viertel zu aufzuhalten. Dies gilt für die hier wohnenden Menschen ebenso, wie für diejenigen die unser Viertel besuchen oder nur durchqueren. Sicher werden wir für die unterschiedlichen Gruppen unterschiedliche Ideen und Handlungskonzepte entwickeln müssen. Sicher ist aber auch, dass Veränderungen unbedingt nötig sind.

Ziele

  • Ideen entwickeln, die zu einem verantwortlichen Umgang mit dem eigenen Müll im öffentlichen Raum führen.
  • Maßnahmen ableiten und im Ostmannturmviertel ausprobieren, die zu einer dauerhaften Verbesserung des „Müllverhaltens“ führen.
  • Steigerung der Wohnqualität in unserem Viertel durch veränderte/erweiterte Maßnahmen zur Reinhaltung des öffentlichen Raums nach dem Prinzip „Fördern und Fordern“.

Wir glauben

  • nur „Saubermachen“, reicht nicht, besonders nicht in Vierteln mit vielschichtigen Problemlagen
  • dass der Umgang mit Müll im öffentlichen Raum erlernt werden kann
  • dass die Verantwortlichkeit für den eigenen Müll, auch im öffentlichen Raum, wieder ins Bewusstsein der Menschen gerückt werden muss
  • die Erkenntnis, dass Müllvermeidung das beste Prinzip ist, gefördert werden muss

Wie wollen wir unsere Ziele erreichen?

  • Personen/Institutionen zur Mitarbeit an Inhalt und Umsetzung eines Ideenfindungsworkshops gewinnen.
  • Die Realisierbarkeit durch Einwerben von Finanzmitteln sichern.
  • Realisierung des Workshops und Sicherung der Ergebnisse.

Innerhalb eines weiteren Projektes stellen wir uns eine Pilotphase vor, in der die gefundenen Ideen in Handlung umsetzt werden. Innerhalb dieser Pilotphase sollen von den Ideen abgeleitete Maßnahmen ausprobiert und auf ihre Wirksamkeit hin überprüft werden. Gerade an dieser Stelle sind wir auf die Mitwirkung der Expertinnen und Experten aus der Stadtverwaltung angewiesen. Dadurch könnten gangbare Wege identifiziert werden, die nicht nur unserem Viertel zu Gute kommen könnten.

Konzept: Gabriele Gleisner und Sabine Zeitvogel, Nachbarschaftsrat im Ostmannturmviertel

Projektskizze für ein unvermülltes Ostmannturmviertel

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